Wir lebten in Erlangen anfangs in einer Mietwohnung.
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Wir lebten in Erlangen anfangs in einer Mietwohnung. Das Haus hatte ein Bauträger gebaut, ohne Fokus auf Effizienz legte. Es war im Sommer zu heiß und im Winter zu kalt. An einem Dachfenster floss Kondensat nach unten und gefrohr in kalten Nächten am Rahmen
1999 hatte die Stadt ein neues Baugebiet erschlossen und wir bewarben uns um ein Grundstück. Wir fanden einen Architekten, der kompetent war - anders als viele Bauträger, die gar nicht wussten, was Passivhaus ist
Unser Architekt war Mitglied im Arbeitskreis Passivhaus. Damals war der Passivhausstandard noch unbekannt.
Ich war sofort überzeugt und so bauten wir das erste Passivhaus der Region - der Architekt freute sich, dass er einen Bauherren gefuden hatte, der sich bewusst dazu entschloss und physikalisch mitreden konnte.Es war eigentlich einfach: Gebäudehülle gut dämmen, 3-fach verglaste große Fenster nach Süden, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
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Unser Architekt war Mitglied im Arbeitskreis Passivhaus. Damals war der Passivhausstandard noch unbekannt.
Ich war sofort überzeugt und so bauten wir das erste Passivhaus der Region - der Architekt freute sich, dass er einen Bauherren gefuden hatte, der sich bewusst dazu entschloss und physikalisch mitreden konnte.Es war eigentlich einfach: Gebäudehülle gut dämmen, 3-fach verglaste große Fenster nach Süden, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
@m_hundhausen gratuliere zu dieser vorausschauenden Entscheidung! Ähnliche Erfahrungen hier im Großraum Stuttgart. Damals mit einer Skizze zu einem Architekten der meinte: Das ist ein Schuhkarton mit Dach - damit gewinnen sie keinen Architekturpreis. Bin dann bei einem anderen Architekten gelandet, der mehr Verständnis hatte... und heute noch immer zufrieden!
#Passivhaus #Energiesparen #Nachhaltigkeit -
Unser Architekt war Mitglied im Arbeitskreis Passivhaus. Damals war der Passivhausstandard noch unbekannt.
Ich war sofort überzeugt und so bauten wir das erste Passivhaus der Region - der Architekt freute sich, dass er einen Bauherren gefuden hatte, der sich bewusst dazu entschloss und physikalisch mitreden konnte.Es war eigentlich einfach: Gebäudehülle gut dämmen, 3-fach verglaste große Fenster nach Süden, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Ich erkannte schnell, dass der gesetztliche Standard unzureichend war. Das Passivhaus ergibt einen Heizwärmebedarf von 15kWh/(m²a) - normal lag man im Neubau einen Faktor 5 höher.
Die Mehrkosten waren damals 35.000 DM, also ca 17.000€. Bei den damaligen Energiepreisen würden wir jährlich ca. 400€ im Jahr einsparen. Das wäre Amortisation innerhalb von 40 Jahren.
Tatsächlich ist Energie heute viel teurer und es hat sich längst gelohnt bei heutigen Heizkosten von nur 200€.
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Unser Architekt war Mitglied im Arbeitskreis Passivhaus. Damals war der Passivhausstandard noch unbekannt.
Ich war sofort überzeugt und so bauten wir das erste Passivhaus der Region - der Architekt freute sich, dass er einen Bauherren gefuden hatte, der sich bewusst dazu entschloss und physikalisch mitreden konnte.Es war eigentlich einfach: Gebäudehülle gut dämmen, 3-fach verglaste große Fenster nach Süden, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
@m_hundhausen Das Konzept funktioniert! Als wir unser Passivhaus im Winter bezogen hatten, lag draußen Schnee. Freunde kamen in dicken Pullis und wunderten sich, dass wir sie im T-Shirt begrüßten. Als es ihnen zu warm wurde, blieben die Fenster trotzdem zu.
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Ich erkannte schnell, dass der gesetztliche Standard unzureichend war. Das Passivhaus ergibt einen Heizwärmebedarf von 15kWh/(m²a) - normal lag man im Neubau einen Faktor 5 höher.
Die Mehrkosten waren damals 35.000 DM, also ca 17.000€. Bei den damaligen Energiepreisen würden wir jährlich ca. 400€ im Jahr einsparen. Das wäre Amortisation innerhalb von 40 Jahren.
Tatsächlich ist Energie heute viel teurer und es hat sich längst gelohnt bei heutigen Heizkosten von nur 200€.
Als wir Richtfest feierten kam ein Fernsehteam vorbei - das Umweltamt hatte es eingeladen.
Ehrlich gesagt war ich überrascht. Unsere Entscheidung fand ich einfach nur konsequent. Ich hatte keine Ahnung, dass das nicht alle so sehen und dass es tatsächlich etwas besonderes war.
Die nächste Überraschung war, dass das Umweltamt vorschlug, uns den Umweltehrenbrief für diese Pilotprojekt zu verleihen.
So kam es dazu, dass ich im Mai 2000 den Oberbürgermeister hier begrüßen konnte
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Als wir Richtfest feierten kam ein Fernsehteam vorbei - das Umweltamt hatte es eingeladen.
Ehrlich gesagt war ich überrascht. Unsere Entscheidung fand ich einfach nur konsequent. Ich hatte keine Ahnung, dass das nicht alle so sehen und dass es tatsächlich etwas besonderes war.
Die nächste Überraschung war, dass das Umweltamt vorschlug, uns den Umweltehrenbrief für diese Pilotprojekt zu verleihen.
So kam es dazu, dass ich im Mai 2000 den Oberbürgermeister hier begrüßen konnte
Ich nutzte die Gelegenheit, den Vorschlag zu machen, dass die Stadt Erlangen die Errichtung weiterer Passivhäuser fördern sollte.
Die CSU stellte diesbezüglich den Antrag, die Grundstücke etwas günstiger an die zu verkaufen, die dort ein Passivhaus bauen würden.
Es war für mich erstaunlich, dass die Stadtverwaltung diesen Antrag zunächst ablehnte. Die CSU-Sprecherin für Umwelt sorgte aber dafür, dass der Antrag dennoch durch kam.
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Ich nutzte die Gelegenheit, den Vorschlag zu machen, dass die Stadt Erlangen die Errichtung weiterer Passivhäuser fördern sollte.
Die CSU stellte diesbezüglich den Antrag, die Grundstücke etwas günstiger an die zu verkaufen, die dort ein Passivhaus bauen würden.
Es war für mich erstaunlich, dass die Stadtverwaltung diesen Antrag zunächst ablehnte. Die CSU-Sprecherin für Umwelt sorgte aber dafür, dass der Antrag dennoch durch kam.
Ich lernte damals, dass man kämpfen muss, wenn die Ziele nicht untergehen sollten.
Den Kontakt zum Oberbürgermeister (CSU) hielt ich jahrelang. So bekam auch mein Vorschlag, Photovoltaik auf Schulen bauen zu lassen, Zustimmung und die Stadt verpachtete Dächer zur Nutzung für Solarstromproduktion.Der größte Erfolg war, dass die Stadt 2013 ein neues Baugebiet als Plusenergiebaugebiet konzipierte. Es ist vermutlich immer noch das einzige Plusenergiegebiet in Bayern.
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Ich lernte damals, dass man kämpfen muss, wenn die Ziele nicht untergehen sollten.
Den Kontakt zum Oberbürgermeister (CSU) hielt ich jahrelang. So bekam auch mein Vorschlag, Photovoltaik auf Schulen bauen zu lassen, Zustimmung und die Stadt verpachtete Dächer zur Nutzung für Solarstromproduktion.Der größte Erfolg war, dass die Stadt 2013 ein neues Baugebiet als Plusenergiebaugebiet konzipierte. Es ist vermutlich immer noch das einzige Plusenergiegebiet in Bayern.
Mit der jahrelangen Erfahrung der Kommunalpolitik in Erlangen entschloss ich mich, auf Anfrage von Aktiven der "for future-Bewegung" die Klimaliste Erlangen gemeinsam zu gründen und im Jahr 2020 bei der Kommunalwahl anzutreten. 3.9% der Wähler*innen gaben uns ihre Stimme und wir waren darauf hin zu zweit im Stadtrat vertreten. Die Amtszeit endet in 8 Tagen.
Wir haben entschieden, nicht mehr anzutreten. Für Klimaschutz können wir auch außerparlamentarisch arbeiten.
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Mit der jahrelangen Erfahrung der Kommunalpolitik in Erlangen entschloss ich mich, auf Anfrage von Aktiven der "for future-Bewegung" die Klimaliste Erlangen gemeinsam zu gründen und im Jahr 2020 bei der Kommunalwahl anzutreten. 3.9% der Wähler*innen gaben uns ihre Stimme und wir waren darauf hin zu zweit im Stadtrat vertreten. Die Amtszeit endet in 8 Tagen.
Wir haben entschieden, nicht mehr anzutreten. Für Klimaschutz können wir auch außerparlamentarisch arbeiten.
Wie geht es weiter?
Ich habe wieder mehr Zeit für eigene Arbeit. Ich will zeigen, dass man auch Baudenkmäler energetisch sanieren kann und bin selbst auf die Energiebilanz unseres Hauses von 1860 gespannt.Alles andere wird sich ergeben - so wie immer schon. Im Jahr 2000 hatte ich auch keinen konkreten Plan.
Aber ich weiß, was zu tun ist und wie dringend der Klimaschutz inzwischen geworden ist. 2000 gab es noch kaum messbare Veränderungen im Klima. Heute ist das anders.
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Ich nutzte die Gelegenheit, den Vorschlag zu machen, dass die Stadt Erlangen die Errichtung weiterer Passivhäuser fördern sollte.
Die CSU stellte diesbezüglich den Antrag, die Grundstücke etwas günstiger an die zu verkaufen, die dort ein Passivhaus bauen würden.
Es war für mich erstaunlich, dass die Stadtverwaltung diesen Antrag zunächst ablehnte. Die CSU-Sprecherin für Umwelt sorgte aber dafür, dass der Antrag dennoch durch kam.
@m_hundhausen
Gratulierte! Hier in Gütersloh wurde die Energieleitlinie auf Antrag der Verwaltung ! Mit der rechten Mehrheit abgeschafft. -
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