In einem Interview mit der FAZ sagt Collien Fernandes, "der Täter" werfe ihr vor, sie hätte mit ihrer "Aussage die Familie zerstört".
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@HolgerSchurig
Offenbar gibt es auch innerhalb seiner Familie Reaktionen.
Und statt sich jetzt gerade zu machen, dazu zu stehen, dass er Mist gebaut hat, die Verantwortung (!) dafür zu übernehmen und die Konsequenz auszuhalten, dass auch seine Familie sein Verhalten ggfs kritisiert, stellt er sich hin und beschuldigt die Frau, die er mit seinem Verhalten hintergangen und verletzt hat, sie habe die Familie zerstört.Das ist Täter-Opfer-Umkehr.
Und nur darum geht es hier.
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@Bubbles @DieFurieJetzt machst Du Goalpost-Shifting.
Vorher hast Du noch mir Täter-Opfer-Umkehr vorgeworfen. Jetzt wirfst Du das Ulmen vor.
Ich hatte ja ehrlich nicht gewusst, das er Vorwürfe gestanden hat --- ich les' die Regenbogenpresse nicht so. Im DLF und hr-Info kam das nicht so.
Und ich hab auch keine Ahnung, ob er nun behauptet, die anderen wären schuld. Falls beides zutrifft, würde ich das auch nicht toll finden. Aber dazu habe ich eh nichts geschrieben.
Nur in ANDEREN Fällen, ohne Geständnis, wir auch immer sofort der Mann von der Empörungskultur verteilt. Und manchmal ist er unschuldig. Selten, zugegeben. Aber halt auch nicht nie.
Und deswegen fangen Leute mit Ehre nicht sofort an, Täter und Opfer festzustellen. Ohne Beweisaufnahme, Zeugen, Gutachten, Richter.
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Die BLÖD hatte damals Kachelmann als Täter bezeichnet. War auch "nicht juristisch". Und trotzdem hat dann Kachelmann eine Schadensersatzforderungs-Klage an die BLÖD gerichtet und gewonnen. Hat eine der höchsten Schmerzensgeldsätze bekommen.
Wir können alle nur "nicht-juristisch" verurteilen --- es sei denn, wir wären Richter. Wir können es aber auch einfach bleiben lassen.
Denn Vorverurteilung kann Mensch und Karrieren zerstören, Firmen kaputtmachen. Sich sogar auf unbeteiligte Dritte auswirken.
Wer also aus einem Empörungsgefühl meint, man könne alle Männern, denen Vergewaltigung vorgeworfen wird, gleich als Täter bezeichnen --- der macht dann halt Lynchjustiz.
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Jetzt machst Du Goalpost-Shifting.
Vorher hast Du noch mir Täter-Opfer-Umkehr vorgeworfen. Jetzt wirfst Du das Ulmen vor.
Ich hatte ja ehrlich nicht gewusst, das er Vorwürfe gestanden hat --- ich les' die Regenbogenpresse nicht so. Im DLF und hr-Info kam das nicht so.
Und ich hab auch keine Ahnung, ob er nun behauptet, die anderen wären schuld. Falls beides zutrifft, würde ich das auch nicht toll finden. Aber dazu habe ich eh nichts geschrieben.
Nur in ANDEREN Fällen, ohne Geständnis, wir auch immer sofort der Mann von der Empörungskultur verteilt. Und manchmal ist er unschuldig. Selten, zugegeben. Aber halt auch nicht nie.
Und deswegen fangen Leute mit Ehre nicht sofort an, Täter und Opfer festzustellen. Ohne Beweisaufnahme, Zeugen, Gutachten, Richter.
Nein. Habe ich nicht.
Ich habe darauf reagiert, dass in deinem Post der Schwerpunkt auf "Unschuldsvermutung" lag, was mir an dieser Stelle schlicht unpassend erschien, weil ich es als reflexhafte Reaktion von Männern erlebe, sobald eine Frau sich traut, mieses männliches Verhalten öffentlich zu machen.
Wenn eine Frau den Mut aufbringt, ihre Geschichte zu erzählen, trotz aller Folgen, die das haben kann, glaube ich ihr.
Weil sie zu 98% die Wahrheit sagt.
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Die BLÖD hatte damals Kachelmann als Täter bezeichnet. War auch "nicht juristisch". Und trotzdem hat dann Kachelmann eine Schadensersatzforderungs-Klage an die BLÖD gerichtet und gewonnen. Hat eine der höchsten Schmerzensgeldsätze bekommen.
Wir können alle nur "nicht-juristisch" verurteilen --- es sei denn, wir wären Richter. Wir können es aber auch einfach bleiben lassen.
Denn Vorverurteilung kann Mensch und Karrieren zerstören, Firmen kaputtmachen. Sich sogar auf unbeteiligte Dritte auswirken.
Wer also aus einem Empörungsgefühl meint, man könne alle Männern, denen Vergewaltigung vorgeworfen wird, gleich als Täter bezeichnen --- der macht dann halt Lynchjustiz.
Holger, Du scheinst Leuten auf Trötistan gerne ungefragt zu erklären, was "richtig" & was "falsch" ist, wenn ich Dein Profil durchscrolle.
Gieß doch mal zuhause die Blumen oder so.
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Holger, Du scheinst Leuten auf Trötistan gerne ungefragt zu erklären, was "richtig" & was "falsch" ist, wenn ich Dein Profil durchscrolle.
Gieß doch mal zuhause die Blumen oder so.
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Wenn Du das nicht begreifst, dann bist Du Anhänger eine Lynchjustiz. Dann ist Dir Recht und Gesetz in Wirklichkeit egal, dann willst Du Deine Position durchgesetzt sehen. Im Prinzip ist das eine Vorstufe zu einem autoritärem Regime.
In dem Fall hier habe ich aber gelernt, das Ulmen die Tat zugegeben haben soll, das wusste ich nicht. Als denke ich, man kann ihn durchaus Täter nennen.
Hätte er das aber nicht ... dann wäre unklar, ob da nicht nur eine Anschuldigung erfunden worden wäre. Ja, auch Frauen können Straftaten vortäuschen, es gibt keinen genetischen Schutz davor. Und es GAB Fälle, was das gemacht wurde.
Also sollten wir Empörungs-Fans uns halt zurückhalten, bis zumindest die Beweisaufnahme abgeschlossen ist. Oder besser das Urteil erging.
Ulmen hat NICHT gestanden, jedenfalls nicht im juristischen Sinne.
Er soll Fernandes gebeichtet haben, es gibt eine - von ihm derzeit unbestrittene - Mail von Ulmen an einen Anwalt (bei der höchst fraglich ist, wie SPON da ran gekommen sein mag, ob das denn legal war).
Ulmen hat aber NICHT strafrechtlich relevant gestanden.
Das ist ein sehr, sehr wichtiger Aspekt, den wir im Kopf behalten müssen, um der Unschuldsvermutung gerecht zu werden.
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Nein. Habe ich nicht.
Ich habe darauf reagiert, dass in deinem Post der Schwerpunkt auf "Unschuldsvermutung" lag, was mir an dieser Stelle schlicht unpassend erschien, weil ich es als reflexhafte Reaktion von Männern erlebe, sobald eine Frau sich traut, mieses männliches Verhalten öffentlich zu machen.
Wenn eine Frau den Mut aufbringt, ihre Geschichte zu erzählen, trotz aller Folgen, die das haben kann, glaube ich ihr.
Weil sie zu 98% die Wahrheit sagt.
Die Unschuldsvermutung ist kein Hass auf Frauen, sondern sozial intelligentes, faires, unser Rechtssystem achtendes Verhalten.
Deshalb ist sie immer zu verteidigen.Man verteidigt oder schützt damit nicht die Täter, man misstraut nicht den Opfern.
Man ist sich nur darüber bewusst, dass es zwei Seiten gibt, die das Recht auf Anhörung und Respekt haben, wie sie auch die Ermittlungsbehörden und das Strafgericht wahren. -
Ich habe nie gesagt, das der Fall identisch wäre.
Ich habe den Fall Kachelmann angebraucht, weil hier durch Straf- und Zivilprozess dokumentiert wurde, das auch Frauen zu falschen Anschuldigungen fähig sind.
Und dies wiederum ist eine universelle Wahrheit: Leute machen Gewalttaten, Leute Lügen, Leute wollen Macht ausüben, Leute sind Nachtragend.
Deswegen gibt es Gerichte, die sich durch "Aussage gegen Aussage" wühlen, was durchaus nicht immer leicht ist. Oft auch unbefriedigend.
Doch solange jemand eine Tat nicht gestanden hat und ein Gericht nicht die Schuld festgestellt hat, ist er KEIN TÄTER.
Ich hab' nun gelernt, das Ulmen wohl gestanden hat, also liegt DIESER Fall anders. Aber dann ist der nächste Vorwurf WIEDER individuell zu sehen und zu richten.
Siehe oben: Ulmen hat NICHT gestanden. Es ist wichtig, das zu verstehen und ganz klar zu differenzieren.
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@HolgerSchurig
Seit Anfang an gibt es einen Täter. Es würde schon reichen, dass Frau Fernandez ihn als genau das bezeichnet und angezeigt hat, aber er hat es sogar zugegeben.
Nur, weil vielleicht 2% Frauen einen Mann falsch beschuldigt haben, gibt es absolut keinen Grund, den anderen 98% nicht zu glauben. Männer, die Männer verteidigen, weil es "ja noch keine Gerichtsverhandlung gab", sind mit schuld daran, dass Frauen nicht geglaubt wird und damit großer Teil des Problems.Ulmen hat nichts strafrechtlich relevant zugegeben, die Unschuldsvermutung gilt auch für ihn weiter. Auch durch die Öffentlichkeit.
Er *soll* es Fernandes gestanden haben - darf ich an Depp vs Heard erinnern?
Es gibt bereits ein Detail, das Fernandes offensichtlich nicht so ganz korrekt an den Spiegel berichtet hat, nämlich zur Gerichtsverhandlung auf Mallorca.
Nein. Das ist kein Täter verteidigen, das ist unseren Rechtsstaat achten.
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@DieFurie
Mir fällt übrigens gerade auf:*Er* hätte "die Familie" ganz leicht schützen können: Dafür hätte er nur kein mieses Arschloch sein müssen.
Soviel Wert kann Herr Ulmen also nicht auf "die Familie" gelegt haben, wenn er sie so leichtsinnig aufs Spiel setzt.
Was also soll das Geflenne, Herr Ulmen?
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