Meine Working Class Schwiegereltern konnten in den 1970ern eine Immobilie mit <1,5 Jahresgehältern kaufen und in <15 Jahren abzahlen (teils mit Zinsen > 7%).
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@AwetTesfaiesus Warum braucht Mensch eine Eigentumswohnung?
@AwetTesfaiesus Also nicht, dass ich nicht für Vermögenssteuer bin, das bin ich sehr wohl. Aber mir hat sich noch nie der Sinn erschlossen, warum man Eigentum haben muss.
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@AwetTesfaiesus
Deine Aussage kann man eigentlich weiterführen: Niemand, der Immobilie besitzt, wird sie verkaufenDas führt dazu, dass die "Verkaufszurückhaltung" so hoch wird, dass man eigentlich nur noch mit goldenem Handschlag verkauft. Diesen kann der Durchschnitt nicht leisten und damit kommen der gewerbliche Vermieter wieder zum Zug und das Problem wird sich über die Zeit immer weiter verschärfen.
Also werden vmtl 1 von 5 Immobilien an Neureiche verkauft die es sich leisten können ...@circus_maximus
Bei uns (Kleine Vorstadt einer kleinen Großstadt) werden die meisten alten Häuser (besser gesagt Grundstücke) von Immobilienfirmen aufgekauft. Die bauen darauf dann Mehrparteienhäuser (nen weißer hässlicher Klotz) und verkaufen die Wohnungen darin dann teuer weiter. Mit diesen Firmen kann natürlich eine normale Familie nicht mithalten. Die alten Besitzer verkaufen natürlich auch zu entsprechenden Mondpreisen für ihre Bruchbuden (also für die Grundstücke). -
@AwetTesfaiesus Warum braucht Mensch eine Eigentumswohnung?
Mensch "braucht" (vor allem:) abbezahlten (!) Wohnraum, weil
- unsere Wirtschafts- und Rechtsordnung Eigentum krass gut schützt und
- kaum etwas sonst so sehr gegen Ausbeutung schützt, wie die Möglichkeit einfach mal ein paar Monate mit wenig Druck durchhängen zu können, wenn's muss.
In einer anderen Wirtschaftsordnung wäre das natürlich alles nicht so wichtig, aber solange die Welt so ist, wie sie ist, ist sie wie sie ist.
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Mensch "braucht" (vor allem:) abbezahlten (!) Wohnraum, weil
- unsere Wirtschafts- und Rechtsordnung Eigentum krass gut schützt und
- kaum etwas sonst so sehr gegen Ausbeutung schützt, wie die Möglichkeit einfach mal ein paar Monate mit wenig Druck durchhängen zu können, wenn's muss.
In einer anderen Wirtschaftsordnung wäre das natürlich alles nicht so wichtig, aber solange die Welt so ist, wie sie ist, ist sie wie sie ist.
@AwetTesfaiesus Hm, okay, ich habe halt schon immer zur Miete gewohnt und wüsste auch gar nicht, warum ich mir eine Wohnung kaufen sollte.
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@AwetTesfaiesus Hm, okay, ich habe halt schon immer zur Miete gewohnt und wüsste auch gar nicht, warum ich mir eine Wohnung kaufen sollte.
@shootild80 weil die Weltrevolution ebenso Verspätung hat, wie das Zeitalter des Wassermanns.
Sonst wäre ich aus ökonomischen Gründen auch eher gegen privates Wohneigentum.
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@circus_maximus
Bei uns (Kleine Vorstadt einer kleinen Großstadt) werden die meisten alten Häuser (besser gesagt Grundstücke) von Immobilienfirmen aufgekauft. Die bauen darauf dann Mehrparteienhäuser (nen weißer hässlicher Klotz) und verkaufen die Wohnungen darin dann teuer weiter. Mit diesen Firmen kann natürlich eine normale Familie nicht mithalten. Die alten Besitzer verkaufen natürlich auch zu entsprechenden Mondpreisen für ihre Bruchbuden (also für die Grundstücke).@diabhoil @circus_maximus scheint mir ein typischer Fall
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Meine Working Class Schwiegereltern konnten in den 1970ern eine Immobilie mit <1,5 Jahresgehältern kaufen und in <15 Jahren abzahlen (teils mit Zinsen > 7%). 2024 waren wir bei 3,1 Jahresgehältern.
Was das m.E. heißt wird zu selten gesagt:
-> Wenn ihr keine 4 Wände habt oder erbt, werdet ihr keine eigenen 4 Wände haben.
-> Wenn ihr eigene 4 Wände habt und sie fremd verkauft, werden Eure Kinder keine 4 Wände haben.
@AwetTesfaiesus Es kommt darauf an, wo diese Immobilie steht.
Ja, in Ballungsräumen und deren Speckgürteln ist der Preis schon deshalb absurd hoch, weil kaum bis keine neuen Baugebiete ausgewiesen werden und gleichzeitig viele Häuser, zumindest bei uns, verrotten, u.a. weil sie nicht verkauft werden wollen. Und die, die verkauft werden, sind ebenfalls absurd dafür, daß man sie im Grund nur noch zusammenschieben und neubauen möchte.
So oder so kommt man derzeit auf eine Summe von ~800k€ für ein EFH bei uns. Das wären mehr als 10 Jahresgehälter von mir - und ich bin Ingenieur.
Wir haben vor 15 Jahren für 420k€ gebaut, inkl. PV-Anlage 450k€. Alles, bis zum Garten, Pflastern, Carport, Schuppen. Ja, wir hatten Glück und zum absolut richtigen Zeitpunkt gebaut, was man damals echt nicht wissen konnte.
Meanwhile kriegste Häuser in der Rhön halt vergleichsweise nachgeschmissen. -
Meine Working Class Schwiegereltern konnten in den 1970ern eine Immobilie mit <1,5 Jahresgehältern kaufen und in <15 Jahren abzahlen (teils mit Zinsen > 7%). 2024 waren wir bei 3,1 Jahresgehältern.
Was das m.E. heißt wird zu selten gesagt:
-> Wenn ihr keine 4 Wände habt oder erbt, werdet ihr keine eigenen 4 Wände haben.
-> Wenn ihr eigene 4 Wände habt und sie fremd verkauft, werden Eure Kinder keine 4 Wände haben.
@AwetTesfaiesus Ja, ich finde "Vermieter" im Deutschen zu verniedlichend. Die englische Sprache trifft es mit "landlord" besser.
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@AwetTesfaiesus Es kommt darauf an, wo diese Immobilie steht.
Ja, in Ballungsräumen und deren Speckgürteln ist der Preis schon deshalb absurd hoch, weil kaum bis keine neuen Baugebiete ausgewiesen werden und gleichzeitig viele Häuser, zumindest bei uns, verrotten, u.a. weil sie nicht verkauft werden wollen. Und die, die verkauft werden, sind ebenfalls absurd dafür, daß man sie im Grund nur noch zusammenschieben und neubauen möchte.
So oder so kommt man derzeit auf eine Summe von ~800k€ für ein EFH bei uns. Das wären mehr als 10 Jahresgehälter von mir - und ich bin Ingenieur.
Wir haben vor 15 Jahren für 420k€ gebaut, inkl. PV-Anlage 450k€. Alles, bis zum Garten, Pflastern, Carport, Schuppen. Ja, wir hatten Glück und zum absolut richtigen Zeitpunkt gebaut, was man damals echt nicht wissen konnte.
Meanwhile kriegste Häuser in der Rhön halt vergleichsweise nachgeschmissen.@HoSnoopy Ich sage euch hier seit Monaten: erwägt auf's Land zu ziehen! Mein Wahlkreis hat (noch) tolle Optionen für Euch (und ihr würdet ihm gut tun)
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@AwetTesfaiesus @lipow Was das Deutsche Gemüt so einzigartig macht, ist nicht das "aNdErsWo iSt eS AuCh ScHlEcHT" selbst, sondern dass das seit Jahrzehnten als Ausrede benutzt wird, um die Hände in den Schoß zu legen.
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@AwetTesfaiesus @lipow Was das Deutsche Gemüt so einzigartig macht, ist nicht das "aNdErsWo iSt eS AuCh ScHlEcHT" selbst, sondern dass das seit Jahrzehnten als Ausrede benutzt wird, um die Hände in den Schoß zu legen.
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Meine Working Class Schwiegereltern konnten in den 1970ern eine Immobilie mit <1,5 Jahresgehältern kaufen und in <15 Jahren abzahlen (teils mit Zinsen > 7%). 2024 waren wir bei 3,1 Jahresgehältern.
Was das m.E. heißt wird zu selten gesagt:
-> Wenn ihr keine 4 Wände habt oder erbt, werdet ihr keine eigenen 4 Wände haben.
-> Wenn ihr eigene 4 Wände habt und sie fremd verkauft, werden Eure Kinder keine 4 Wände haben.
@AwetTesfaiesus von 1,5 Jahresgehältern könnte ich mir nicht mal ein Grundstück in 'ner Stadt kaufen, geschweige denn auch nur einen Stein darauf legen.
Ok, mein Einkommen ist auch knapp unterdurchschnittlich, aber als Selbstständiger der keinen Zugang zur gesetzlichen Kranken- und Sozialversicherung hat darf man ja langfristig denken. Wobei das ja in zukunft wohl auch für gesetzlich Versicherte notwendig sein wird.Übrigens bei aller Kritik ein Bereich, wo ich die Grünen im Bundestag durchaus konsequent und in meinem Sinne richtig abstimmen sehe.
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@AwetTesfaiesus @soc Ja, das wäre auch meine Frage gewesen: wo dann? Abgesehen davon, dass wir ja nicht alle ne Wahl haben ...
@lipow @AwetTesfaiesus Ländliches Frankreich hat viele Vorteile im direkten Vergleich.
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@lipow @AwetTesfaiesus Ländliches Frankreich hat viele Vorteile im direkten Vergleich.
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Meine Working Class Schwiegereltern konnten in den 1970ern eine Immobilie mit <1,5 Jahresgehältern kaufen und in <15 Jahren abzahlen (teils mit Zinsen > 7%). 2024 waren wir bei 3,1 Jahresgehältern.
Was das m.E. heißt wird zu selten gesagt:
-> Wenn ihr keine 4 Wände habt oder erbt, werdet ihr keine eigenen 4 Wände haben.
-> Wenn ihr eigene 4 Wände habt und sie fremd verkauft, werden Eure Kinder keine 4 Wände haben.
Ich muss immer ein wenig daran denken, dass es die #CDU unter Adenauer war, die das "Wohneigentum als Arbeiter erwerben" in den 50er & 60er Jahren gepusht hat. Nicht, weil sie wollten, dass es den Leuten besser geht, sondern weil Hausbesitzer weniger anfällig für die Einflüsterungen des Sozialismus sein sollten.
Das Verhindern einer hohen Hausbesitzerquote war mithin ein Wesenskern "linker" Politik.
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@AwetTesfaiesus Nicht nur die Folgen werden zu selten genannt, auch die Tatsache überhaupt. Weshalb Leute, die heute 60+ sind, oft kein Verständnis für die reale finanzielle Lage von Leuten um die 30 haben. Das ist ein Bereich, wo es absolut in die Irre führt, von der eigenen Erfahrung auf die jüngerer Menschen schließen zu wollen ...
@lipow @AwetTesfaiesus
Ich bin zwar schon Ende 30, aber auch mir wurde häufiger gesagt, dass meine Generation sich kein Wohneigentum leisten kann, weil "die Leute" sich ständig neue und teure Handys kaufen.
Als ich dann endlich Wohneigentum kaufen konnte (Glück gehabt!), hieß es von der älteren Generation: sooo teuer? Das ist ja übertrieben! -
@lipow @AwetTesfaiesus
Ich bin zwar schon Ende 30, aber auch mir wurde häufiger gesagt, dass meine Generation sich kein Wohneigentum leisten kann, weil "die Leute" sich ständig neue und teure Handys kaufen.
Als ich dann endlich Wohneigentum kaufen konnte (Glück gehabt!), hieß es von der älteren Generation: sooo teuer? Das ist ja übertrieben!@Karolina Immerhin haben sie nicht Avocado-Toast gesagt. Aber ja, man muss schon SEEEEHR viele Handys der Top-Klassen NICHT kaufen, damit das Ersparte für ne Anzahlung auf Wohneigentum reicht ... @AwetTesfaiesus
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@AwetTesfaiesus Hm, okay, ich habe halt schon immer zur Miete gewohnt und wüsste auch gar nicht, warum ich mir eine Wohnung kaufen sollte.
@shootild80 @AwetTesfaiesus Allein in punkto Altersvorsorge macht es einen riesen Unterschied, ob man mit der Bettelrente später noch weiterhin die laufende Miete plus Nebenkosten zu allem sonstigen stemmen muss oder nur noch die laufenden Nebenkosten und im Zweifel eine Wohnung/Haus verkaufen könnte, wenn es eng wird/nicht genug Geld für einen Pflegeplatz da ist etc. Mit dem Kauf hat man hinterher halt wenigstens etwas in der Hand, was etwas wert ist und was man verkaufen könnte, Miete verpufft
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Meine Working Class Schwiegereltern konnten in den 1970ern eine Immobilie mit <1,5 Jahresgehältern kaufen und in <15 Jahren abzahlen (teils mit Zinsen > 7%). 2024 waren wir bei 3,1 Jahresgehältern.
Was das m.E. heißt wird zu selten gesagt:
-> Wenn ihr keine 4 Wände habt oder erbt, werdet ihr keine eigenen 4 Wände haben.
-> Wenn ihr eigene 4 Wände habt und sie fremd verkauft, werden Eure Kinder keine 4 Wände haben.
@AwetTesfaiesus Dazu kommt noch, dass selbst die, die heute bauen, dazu häufig die Bürgschaft und Startkapital von ihren Eltern brauchen, um das überhaupt finanzieren zu können.
Und das allesamt bei Double Income - No Kids!
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Ich muss immer ein wenig daran denken, dass es die #CDU unter Adenauer war, die das "Wohneigentum als Arbeiter erwerben" in den 50er & 60er Jahren gepusht hat. Nicht, weil sie wollten, dass es den Leuten besser geht, sondern weil Hausbesitzer weniger anfällig für die Einflüsterungen des Sozialismus sein sollten.
Das Verhindern einer hohen Hausbesitzerquote war mithin ein Wesenskern "linker" Politik.
Auch sind die Baustandards damals und heute nicht zu vergleichen, und ich bin skeptisch gegenüber Dingen wie "Haustyp einfach".
Weiterhin hat die Möglichkeit, einfavh auf billigem Baugrund EFH zu errichten zu unverhältnismäßig hohem Flächenverbraich und einer ungesunden, von MIV geprägten Siedlungsstruktur geführt.Daher mag ich keine "früher war es einfacher" Beispiele.
Davon ab muss sich Arbeit aber wieder gegenüber Erben & Kapitalerträgen lohnen, volle Zustimmung dazu.