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  3. »Die englischen Grünen haben sich radikalisiert – und erhalten mehr Zuspruch als je zuvor.«

»Die englischen Grünen haben sich radikalisiert – und erhalten mehr Zuspruch als je zuvor.«

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gruneradikalisierungklassenkampf
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  • ecano@hessen.socialE ecano@hessen.social

    @thorsten4future ah, dann passt es. Der Begriff ist dann aber leider missbräuchlich verbrannt, wird häufig z.B. im Sinne von "radikalisierten Chaoten" verwendet.

    thorsten4future@climatejustice.socialT This user is from outside of this forum
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    thorsten4future@climatejustice.social
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    #23

    @Ecano Ja. Das ist ein Kernelement rechter Propaganda, Begriffe zu kapern und mit einer anderen Bedeutung aufzuladen.

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    • bohnsdorfer55@berlin.socialB bohnsdorfer55@berlin.social

      @anlomedad @thorsten4future Die Grünen und rechts? Aber die machen doch überall Identitätspolitik. Das haben sie aus den USA übernommen, weil Klassenkampf geht da nicht. Da ist Identitätspolitik die große linke Chose. Also sind auch die Grünen per definitionem sowas von links...

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      anlomedad@fedifreu.de
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      #24

      @bohnsdorfer55 @thorsten4future

      Stimmt auch wieder 😂
      Aber ist mit dem Merkel-Stunt, die Ehe für Alle zur Fraktionsdruck-freien Wahl zu stellen, das identitäts-Kapitel nicht 2017 geschlossen worden?

      Ach so, nee, die *-Diskussion gibts ja noch!

      bohnsdorfer55@berlin.socialB 1 Reply Last reply
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      • dodo_sipping@cupoftea.socialD dodo_sipping@cupoftea.social

        @anlomedad erfreulich. @thorsten4future

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        anlomedad@fedifreu.de
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        #25

        @Dodo_sipping @thorsten4future

        Ich war glaubich etwas sehr euphorisch. Die Kommunalwahlen laufen zwar eindeutig gegen die neoliberalen, rassistischen Labour, aber der Riesengewinner sind nicht Greens sondern Reform 😬
        https://www.bbc.com/news/live/c1428pev1n0t
        Krass. Kommunalwahl heißt doch, die Wählenden kennen die Kandidatinnen? Und trotzdem wählen sie dann Reform. ^^ Phew!

        Das ist in Ostdeutschland ja letztens so nicht passiert. Hab ich jedenfalls so in Erinnerung, dass AfD es in Kommunalwahlen nicht geschafft hat.

        dodo_sipping@cupoftea.socialD 1 Reply Last reply
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        • anlomedad@fedifreu.deA anlomedad@fedifreu.de

          @Dodo_sipping @thorsten4future

          Ich war glaubich etwas sehr euphorisch. Die Kommunalwahlen laufen zwar eindeutig gegen die neoliberalen, rassistischen Labour, aber der Riesengewinner sind nicht Greens sondern Reform 😬
          https://www.bbc.com/news/live/c1428pev1n0t
          Krass. Kommunalwahl heißt doch, die Wählenden kennen die Kandidatinnen? Und trotzdem wählen sie dann Reform. ^^ Phew!

          Das ist in Ostdeutschland ja letztens so nicht passiert. Hab ich jedenfalls so in Erinnerung, dass AfD es in Kommunalwahlen nicht geschafft hat.

          dodo_sipping@cupoftea.socialD This user is from outside of this forum
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          #26

          @anlomedad ich war auch etwas entsetzt vorhin... @thorsten4future

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          • anlomedad@fedifreu.deA anlomedad@fedifreu.de

            @bohnsdorfer55 @thorsten4future

            Stimmt auch wieder 😂
            Aber ist mit dem Merkel-Stunt, die Ehe für Alle zur Fraktionsdruck-freien Wahl zu stellen, das identitäts-Kapitel nicht 2017 geschlossen worden?

            Ach so, nee, die *-Diskussion gibts ja noch!

            bohnsdorfer55@berlin.socialB This user is from outside of this forum
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            #27

            @anlomedad @thorsten4future Keineswegs. Wenn du z. B. bei uns in Berlin siehst, dass jede Minderheit mit einer eigenen Erwähnung im Wahlprogramm (aber weitgehend gleichen Forderungen) bedacht werden muss...

            anlomedad@fedifreu.deA 1 Reply Last reply
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            • thorsten4future@climatejustice.socialT thorsten4future@climatejustice.social

              »Die englischen Grünen haben sich radikalisiert – und erhalten mehr Zuspruch als je zuvor.«

              Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich wäre bereit für eine Radikalisierung der bundesdeutschen Grünen. Klassenkampf ist irgendwie überfällig.

              Was mit Parteien passiert, die sich neoliberaler Un-Unterscheidbarkeit im Mainstream-Brei verschrieben haben, kann man sich ja gerade an FDP und SPD anschauen.

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              Linke Erfolgsgeschichte: London schwebt auf Wolke grün

              Die englischen Grünen haben sich radikalisiert – und erhalten mehr Zuspruch als je zuvor. Unterwegs in ihrer Hochburg Hackney.

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              (www.woz.ch)

              #Grüne #Radikalisierung #Klassenkampf

              jasperb@mastodon.socialJ This user is from outside of this forum
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              jasperb@mastodon.social
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              #28

              @thorsten4future Mich macht es auch betroffen, dass der Partei nach und nach der innere Kompass abhanden zu kommen scheint. Direkte Demokratie ist auch so ein Thema, das für die Grünen mal identitätsstiftend war. Den sozialen Flügel kann ich nicht mehr entdecken. Ich kann mir tatsächlich vorstellen, dass sich die Partei über die Jahre zu einer Art SPD entwickelt, wo es hauptsächlich um den Machterhalt geht. Noch würde ich sie aber nicht aufgeben, denn viel anderes bleibt ja dann nicht mehr.

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              • bohnsdorfer55@berlin.socialB bohnsdorfer55@berlin.social

                @anlomedad @thorsten4future Keineswegs. Wenn du z. B. bei uns in Berlin siehst, dass jede Minderheit mit einer eigenen Erwähnung im Wahlprogramm (aber weitgehend gleichen Forderungen) bedacht werden muss...

                anlomedad@fedifreu.deA This user is from outside of this forum
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                anlomedad@fedifreu.de
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                #29

                @bohnsdorfer55 @thorsten4future

                😁 Kennst Du zufällig Greg Egan's Roman "Qual", den er schon 1993 schrieb?
                Spielt in 2055, tldr: irgendwer hat die Theory of Everything herausgefunden und nun ist überall Stress.

                Er beschreibt auch ein bissl die Gesellschaftsstruktur. zB hat jede nur denkbare sexuelle Orientierung ihre Nische, ist teilweise extremistisch organisiert, anerkannt, mit Rechten ausgestattet,

                sowie mit eigenen Personalpronomina.

                Von 1993 !

                "Teile und herrsche" ist im Roman aber nicht als Motiv für die Zersplitterungen erkennbar. Ich denk ja manchmal, das individuelle Engagement in den LGBTQxx Kreisen wäre in geballter Form, an einem Strang ziehend, sehr potent, aber die Zersplitterung macht sie zahnlos.

                bohnsdorfer55@berlin.socialB 1 Reply Last reply
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                • anlomedad@fedifreu.deA anlomedad@fedifreu.de

                  @bohnsdorfer55 @thorsten4future

                  😁 Kennst Du zufällig Greg Egan's Roman "Qual", den er schon 1993 schrieb?
                  Spielt in 2055, tldr: irgendwer hat die Theory of Everything herausgefunden und nun ist überall Stress.

                  Er beschreibt auch ein bissl die Gesellschaftsstruktur. zB hat jede nur denkbare sexuelle Orientierung ihre Nische, ist teilweise extremistisch organisiert, anerkannt, mit Rechten ausgestattet,

                  sowie mit eigenen Personalpronomina.

                  Von 1993 !

                  "Teile und herrsche" ist im Roman aber nicht als Motiv für die Zersplitterungen erkennbar. Ich denk ja manchmal, das individuelle Engagement in den LGBTQxx Kreisen wäre in geballter Form, an einem Strang ziehend, sehr potent, aber die Zersplitterung macht sie zahnlos.

                  bohnsdorfer55@berlin.socialB This user is from outside of this forum
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                  #30

                  @anlomedad @thorsten4future Kenn ich nicht. Aber es ist ja auch die Identitätspolitik der BIPOC, die einfach zu wichtig genommen wird. Wenn ich gestern schon wieder ernsthaft in der taz lese, dass die Erinnerung an das Ende des 2. Weltkrieges in DE zu sehr aus Sicht der weißen Deutschen interpretiert wird... Geht's noch? Bin gerade in F, wo der 8. Mai ein Feiertag ist. In DE muss überhaupt erst mal die Befreiung im Bewußtsein verankert werden und dann kommen die schon wieder mit Priorisierung.

                  anlomedad@fedifreu.deA 1 Reply Last reply
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                  • bohnsdorfer55@berlin.socialB bohnsdorfer55@berlin.social

                    @anlomedad @thorsten4future Kenn ich nicht. Aber es ist ja auch die Identitätspolitik der BIPOC, die einfach zu wichtig genommen wird. Wenn ich gestern schon wieder ernsthaft in der taz lese, dass die Erinnerung an das Ende des 2. Weltkrieges in DE zu sehr aus Sicht der weißen Deutschen interpretiert wird... Geht's noch? Bin gerade in F, wo der 8. Mai ein Feiertag ist. In DE muss überhaupt erst mal die Befreiung im Bewußtsein verankert werden und dann kommen die schon wieder mit Priorisierung.

                    anlomedad@fedifreu.deA This user is from outside of this forum
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                    #31

                    @bohnsdorfer55 @thorsten4future

                    😁 🖖🏽

                    Soll und darf man denn Geschichte umschreiben? Für die normalen Deutschen damals war die Kapitulation ja höchstens eine Befreiung vom, mit Rationierungen und Bombardierungen einhergehenden Stress.
                    Hab mal ne Weile in Tagebucheintragungen aus den letzten Kriegsmonaten auf einer Kölner Archivseite rumgelesen. Die Leute hatten keine Kriegs- oder Nazi-Systemkritik aufm Schirm.
                    Aus deren Sicht wurde ihnen was angetan, als die Amis immer mehr Gelände im Westen von Köln einnahmen, die Stadt zertrümmerten und sie ständig in Luftschutzbunkern Schutz suchen mussten, um danach jedes mal aufs Neue Freunde und Familie suchen zu gehen, ob die auch die Bomben überlebt hatten.

                    Dann kam nach Kriegsende eine Besatzungsphase und KZ-Überlebende kamen in …andere Lager.
                    Also auch aus den Perspektiven keine Befreiung.
                    Befreiungserlebnis erst, als Haushalte sich Waschmaschinen leisten konnten… /s

                    Ich fände nützlich, wenn sich das dt. Erinnerungsnarrativ von dem der Nachbarländer unterscheidet.
                    Alle drumrum: BEFREIUNG!! 💃🏽 🥂
                    Deutschland: 😬

                    bohnsdorfer55@berlin.socialB 1 Reply Last reply
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                    • anlomedad@fedifreu.deA anlomedad@fedifreu.de

                      @bohnsdorfer55 @thorsten4future

                      😁 🖖🏽

                      Soll und darf man denn Geschichte umschreiben? Für die normalen Deutschen damals war die Kapitulation ja höchstens eine Befreiung vom, mit Rationierungen und Bombardierungen einhergehenden Stress.
                      Hab mal ne Weile in Tagebucheintragungen aus den letzten Kriegsmonaten auf einer Kölner Archivseite rumgelesen. Die Leute hatten keine Kriegs- oder Nazi-Systemkritik aufm Schirm.
                      Aus deren Sicht wurde ihnen was angetan, als die Amis immer mehr Gelände im Westen von Köln einnahmen, die Stadt zertrümmerten und sie ständig in Luftschutzbunkern Schutz suchen mussten, um danach jedes mal aufs Neue Freunde und Familie suchen zu gehen, ob die auch die Bomben überlebt hatten.

                      Dann kam nach Kriegsende eine Besatzungsphase und KZ-Überlebende kamen in …andere Lager.
                      Also auch aus den Perspektiven keine Befreiung.
                      Befreiungserlebnis erst, als Haushalte sich Waschmaschinen leisten konnten… /s

                      Ich fände nützlich, wenn sich das dt. Erinnerungsnarrativ von dem der Nachbarländer unterscheidet.
                      Alle drumrum: BEFREIUNG!! 💃🏽 🥂
                      Deutschland: 😬

                      bohnsdorfer55@berlin.socialB This user is from outside of this forum
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                      #32

                      @anlomedad @thorsten4future Es sind zwei Seiten der Geschichte. Ich bin kein Historiker im Sinne von Wissenschaftlichkeit (hatte mal 4 Semester im Nebenfach belegt). Ich halte es nicht für eine Geschichtsumschreibung, wenn man die subjektive Erfahrung der kriegsmüden Deutschen mit der objektiven Tatsache der Befreiung konfrontiert. Interessanterweise war für meine Eltern nicht das Kriegsende die Zäsur, sondern die "Währung"(-sreform).

                      anlomedad@fedifreu.deA 1 Reply Last reply
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                      • bohnsdorfer55@berlin.socialB bohnsdorfer55@berlin.social

                        @anlomedad @thorsten4future Es sind zwei Seiten der Geschichte. Ich bin kein Historiker im Sinne von Wissenschaftlichkeit (hatte mal 4 Semester im Nebenfach belegt). Ich halte es nicht für eine Geschichtsumschreibung, wenn man die subjektive Erfahrung der kriegsmüden Deutschen mit der objektiven Tatsache der Befreiung konfrontiert. Interessanterweise war für meine Eltern nicht das Kriegsende die Zäsur, sondern die "Währung"(-sreform).

                        anlomedad@fedifreu.deA This user is from outside of this forum
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                        #33

                        @bohnsdorfer55 @thorsten4future

                        I bims auch keine Historikerin. Mich nervt an historischen Erzählbögen immer die Generalswarte, die Königssicht.
                        Den Haus- und Hof-Chronisten von William The Conquerer fänd ich öde, irrelevant. Dass Willi Leute für Volkszählung losgeschickt hat und was die gefunden und notiert haben, find ich spannend. https://en.wikipedia.org/wiki/Domesday_Book
                        So richtig interessant find ich Archäologie, wenn die Gebrauchsgegenstände findet und interpretiert.

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